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Rezension: Die Analphabetin, die rechnen konnte

Die Analphabetin, die rechnen konnte; Jonas Jonasson; Buch

Worum geht's?

Die Lebensreise von Nombeko - der Hauptfigur dieses Romans - beginnt als einfache Putzfrau im südafrikanischen Soweto. Ausgestattet mit viel Selbstbewusstsein und einer besonderen Begabung für die Welt der Zahlen zieht Sie los um ihr eigenes Schicksal neu zu schreiben.

Mit viel Witz & Charme entsteht eine Geschichte, die bis nach Schweden führt und währenddessen Nombeko nicht nur Geschäftsleuten und Geheimagenten auf den Schlips tritt, sondern auch noch ihr Sprachtalent entdeckt und mit Atombomben hantiert.

 


Mein Eindruck

Ich habe vor ein paar Jahren bereits den "Hundertjährigen" aus der Feder von Jonas Jonasson kennengelernt und hatte also ungefähr eine Ahnung, was für eine Geschichte mich hier erwartet.

 

Die Geschichte beginnt im südafrikanischen Soweto und die Hauptfigur Nombeko wird in dem typischen & charmanten Schreibstil des Autors eingeführt, sodass ich direkt Sympathien entwickeln konnte. 

Die Geschichte nimmt dann recht schnell Fahrt auf und wie der Zufall (oder das Schicksal?) so will, stolpert Nombeko von einer Situation in die Nächste, aus der Sie sich durch ihre Talente oder den nächsten Zufall wieder befreien kann. So lernt Nombeko im der Laufe der Geschichte unterschiedlichste Charaktere (die mal mehr, mal weniger gut eingeführt und beschrieben werden) kennen und ihre persönliche Lebensreise ist eine gleichzeitig komische aber auch spannende Verflechtung aus genau diesen Bekanntschaften und deren Lebenswegen.

Die Geschichte führt bis nach Schweden und setzt dabei immer den erzählerischen "Wahnsinn" fort.

 

Für meinen Eindruck gab es erstaunlich wenige "Durchhänger" oder Phasen in denen die Geschichte eher langweilig daher kam. Die Geschichte schreitet immer zügig voran und schafft dabei besonders eines: zu unterhalten!

An vielen Stellen kann man sicherlich denken "okay, das war jetzt zu krass konsturiert"... oder man kann es einfach so stehen lassen und lachen! Jonas Jonasson's eigenwilliger Schreibstil kombiniert mit diesen Teils abstrusen Charakteren hat bei mir für viele Lacher und Schmunzler gesorgt!

 

Was mir an diesem Roman, neben dem Unterhaltungsaspekt, noch gut gefallen hat, ist folgendes:

Viele Momente aus den Anfängen der Geschichte, werden im Laufe des Buches wieder aufgegriffen und spielen oftmals eine entscheidende Rolle für den Fortgang des Romans. Die ganze Story ist gefühlt ein Sammelsurium aus glücklichen Fügungen und komischen Wendungen. Und so nimmt die Geschichte zum Teil recht groteske Züge an, was diesem Buch aber überhaupt nicht schadet. 

Meiner Meinung nach sogar ganz im Gegenteil: Denn Nombeko wird immer wieder dafür belohnt, dass Sie einfach Ihrem Herzen folgt und die Dinge wirklich tut. Sie denkt manchmal nicht groß nach, sondern folgt nur Ihrem Gefühl. 

Es ist die Idee des "einfach mal Ja-Sagen" die diesem Buch seinen ganz besonderen Charme gibt.

Nachdem ich das Buch komplett gelesen hatte, habe ich mich auch öfters gefragt, wie würde das Leben verlaufen wenn man hier und da mal "ja" gesagt hätte? Ein spannender Gedanke!

 

Bewertung

Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten und tatsächlich auch zum Denken angeregt. Meine Erwartungen waren durchaus hoch und wurden hier voll erfüllt! 

Ich bin zwar kein besonders großer Fan von konstruierten Geschichten, aber hier hat es einfach gepasst! 

Nachdem "Hundertjährigen" war der Überraschungseffekt diesmal nicht ganz so groß und das Buch ist in gewisser Weise "ähnlich". 

Insgesamt aber absolut lesenswert - 8/10 Seiten!

Fakten

Autor: Jonas Jonasson

Verlag: Penguin Verlag München

ISBN: 9783832198664

 

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