Mein Bewertungsystem


Ja, worauf lege ich eigentlich besonderen Wert wenn ich ein Buch lese und anschließend dazu eine Rezension verfasse?

 

Der größte Part ist natürlich das Bauchgefühl.

Ich merke relativ schnell wenn mir ein Buch zusagt oder mich zu Tode langweilt. Es gibt Bücher, die kann ich kaum weglegen, wohingegen ich mich bei anderen Büchern manchmal zwingen muss weiterzulesen. Und das Ganze hat manchmal weniger mit dem Inhalt zu tun, als mit einem allgemeinen Gefühl, nennen wir es also eher

"Buchgefühl"

 

Aber da ich mich auch an gewissen Kriterien orientieren möchte, habe ich folgende Punkte als Grundlage genommen:

Kriterien

kurz & knackig


Thriller, Krimis & Romane:

Unterhaltung:

Natürlich soll mich das Buch unterhalten. Ich will mich weder langweilen, noch dazu zwingen müssen die nächste Seite zu lesen. Klar, einige Bücher haben auch mal nen Durchhänger, aber das soll dann doch eher die Ausnahme sein. Wenn ich das Buch in die Hand nehme und ein leichtes Lächeln auf dem Gesicht habe - dann läufts!

 

Spannung:

Ist klar oder? Gerade bei Thrillern und Krimis braucht es Cliffhanger! Am besten jede Menge "Ich bin hundemüde, aber es ist so spannend, dass ich weiterlesen muss"-Momente.

 

Story:

Bitte nicht zu absehbar und nicht zu konstruiert. Ein überraschender und sinniger Plot-Twist ist klasse. Eine Story-Sackgasse die nur durch übernatürliche Dinge wie z.b. eine Zeitreise erklärt werden kann geht gar nicht!

 

Charakterzeichnung & Entwicklung:

Dieses Thema habe ich lange sehr stiefmütterlich behandelt, aber ist mir mittlerweile immer wichtiger. Die Charaktere sollten sich schon kongruent (oder gemäß ihrer "Agenda") verhalten. Also bitte keine "dummen" Hauptcharaktere, die im Laufe der Story nichts lernen, hinterfragen und ihr Verhalten nicht anpassen. Es sei denn es sind ausgewiesene Psychopathen...

 

 

Sachbücher:

Unterhaltung:

Genau wie oben. Das Lesen soll Spaß machen, das Buch soll mich begeistern. Und es soll sich nicht nach Uni-Zwang anfühlen. Ich lerne gerne Neues, aber bitte nicht staubtrocken und auf Wissenschaftler-Niveau. Eine kleine Anekdote hier und da, eine persönliche Meinung oder auch reine Gedanken sind immer erwünscht.

 

Verständlichkeit vs. Tiefgang:

Das schließt ein bisschen an den obigen Punkt an. Ich bin der Meinung, dass Bücher begeistern müssen. Und das schafft man am ehesten, indem man ein Thema einfach und verständlich rüberbringt.

Wenn ich mich dann intensiver mit der Thematik befassen möchte, kann ich immer noch in die tiefe Literatur einsteigen.

Auf der anderen Seite - nur an der Oberfläche kratzen reicht für mich auch nicht. Wenn ich das gleiche, überspitzt gesagt, in einem Wikipedia-Artikel nachlesen kann, dann fehlt der Tiefgang. 

Ich möchte nach dem Buch keine wissenschaftliche Arbeit dazu schreiben, aber mich evtl. mit anderen Menschen dazu austauschen oder weiter darüber nachdenken können.

 

Learnings & Inspiration:

Der für mich wohl wichtigste Aspekt.

Meiner Meinung nach gibt es nichts Schlimmeres als ein Sachbuch zur Seite zu stellen und direkt zu vergessen.

Bei jedem Sachbuch habe ich während des Lesens mein kleines Notizbuch dabei und schreibe mir gewissen Dinge auf die ich nicht vergessen möchte. Man kann natürlich nicht das ganze Buch auswendig lernen - darum geht es ja auch nicht - aber ein paar Funken Gehirnfutter hätte ich dann doch gerne.

Und einige Bücher schaffen es sogar, mir nicht nur ganz objektiv etwas "beizubringen", sondern mich tatsächlich zu inspirieren. Wenn ich anfange das Gelesene so zu verarbeiten, dass neue Ansichten, Einstellungen und ggf. auch andere Verhaltensweisen entstehen, dann hat mich das Buch wirklich gepackt.

Bewertung


In jeder Rezension ist eine Bewertung zu finden.

Diese erfolgt ganz plakativ durch die Vergabe von maximal "10 Seiten" - finde ich schöner als "10 Punkte"

 

"10 Seiten" steht sinngemäß für: OMG, ich will weiterlesen! Nur noch eine Seite! Bitte, Bitte, Bitte!